Der Kontrabaß by Patrick Süskind

By Patrick Süskind

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Die Türen werden leise geschlossen, der Kronleuchter hebt sich, die Lichter erlöschen, alles duftet und wartet. Giulini erscheint. Beifall. Er verbeugt sich. Seine frischgewaschenen Haare fliegen. Dann dreht er sich dem Orchester zu, letzter Huster, Stille. Er hebt die Arme, sucht Blickkontakt zur ersten Geige, Nicken, noch ein Blick, allerletztes Husten … – Und dann, in diesem erhabenen Moment, wo die Oper zum Universum wird und der Moment zum Ursprungsmoment des Universums, da hinein, wo alles in gespanntester Erwartung harrt, den Atem anhält, die drei Rheintöchter schon hinterm geschloßnen Vorhang wie angenagelt stehen – da hinein, aus der hintersten Reihe des Orchesters, von dort her, wo die Kontrabässe stehen, der Schrei eines liebenden Herzens … Er schreit.

Zwei ganze Arien für Sopran und obligaten Kontrabaß. Zwei Arien! Natürlich wieder von diesem völlig unbekannten Johann Sperger, 1812 gestorben. Dazu noch 33 ein Nonett von Bach, Kantate 152, aber ein Nonett ist eh fast ein Orchester. Also bleiben zwei Stücke, die wir allein miteinander hätten. Das ist natürlich keine Basis. Sie erlauben, daß ich trinke. Was braucht eine Sopranistin denn? Machen wir uns doch nichts vor! Eine Sopranistin braucht einen Korrepetitor. Einen anständigen Pianisten. Besser einen Dirigenten.

Und dann wäre mir das auch zu kindisch gewesen, mit einem falschen Ton meine Beziehungen zu ihr anzuknüpfen … und wissen Sie, wenn Sie im Orchester spielen, gemeinsam mit den Kollegen, dann plötzlich vorsätzlich, sozusagen in voller Absicht danebenhaun … – also ich kann das nicht. Da bin ich dann doch ein zu ehrlicher Musiker irgendwo, und ich habe mir gedacht, wenn du falsch spielen mußt, damit sie dich überhaupt zur Kenntnis nimmt, dann ist es besser, sie nimmt dich nicht zur Kenntnis. Sehen Sie, so bin ich.

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